Historie

1890 - Gründung

"Das Fössebad ist das älteste Bad in Hannover. Vor 120 Jahren gegründet, zunächst als Staubecken der Fösse, eines kleinen salzhaltigen Bächleins, war es jahrzehntelang eine Erholungsstätte... Als die Fösse in der Zeit von 1945 bis 1954 stark verschmutzte, konnte das alte Bad nicht mehr gehalten werden. Der Rat der Stadt beschloss, eine neue großzügige kombinierte Hallen- und Freibadanlage als so genanntes Hallenfreibad zu bauen."

1960 - Das erste Hallenfreibad in Deutschland

Badegäste und Bäderfachleute aus der ganzen Republik staunten nicht schlecht, als sich 1960 die Pforten zum Fössebad öffneten. Kein Wunder, denn ein kombiniertes Hallenfreibad war zu diesem Zeitpunkt ein Novum in Deutschland. Die grüne Oase zwischen Linden und Limmer entstand in zwei Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt 1956/57 entstand aus dem alten Flussbad ein modernes Freibad. Holzbauten und Stege mussten weichen und von nun an speiste Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz das Badevergnügen der Hannoveraner. Der zweite Bauabschnitt im Zeitraum 1957-59 brachte das Hallenbad mit zwei Schwimmbecken, einer Sauna und zehn öffentlichen Reinigungsduschen hervor. Besonders die Bürger aus den Stadtteilen Linden, Limmer und Badenstedt sorgten dafür, dass sich das Fössebad im dritten Betriebsjahr bereits über mehr als eine halbe Million Badegäste freuen konnte.

Die in den 80er Jahren

drohende Schließung des Bades konnte durch eine eigens von den Vereinen Waspo Hannover Linden und vom Universitätssportclub der Uni Hannvoer gegründeten Fössebad-Betriebs GmbH verhindert werden:

Am 27.11.1987 fand eine große Protestveranstaltung mit fast 500 Teilnehmern mit dem Thema "Rettet das Fössebad" in der Aula der Fössefeldschule statt. 6.000 Menschen unterschrieben für den Erhalt des Fössebades. In den Jahren 1988 ? 1992 traf sich eine Initiativgruppe, um mit neuen Konzepten die angedrohte Schließung abzuwenden. Am 21.11.1992 kam es zu einer zweiten großen Protestversammlung, als die Pläne für einen umfangreichen Umbau und Anbau eines Warmbades wegen der hohen Kosten von 12 Mio. DM endgültig scheiterten und die Stadt erneut mit einer Schließung drohte.

1995 - Neue Form der Führung

Inge Decker-Dohme und Enno Harms wurden Geschäftsführer der zum Erhalt des Bades geründeten Betriebsgesellschaft. Im Mai 1995 gelang es dank der Initiative des damaligen Ratsherren Ernst Barkhoff in Zusammenarbeit mit dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Jüttner, das Fössebad in das Sanierungsgebiet Linden-Nord einzubeziehen und 1.5 Mio. DM aus Sanierungsmitteln für die neue Wasseraufbereitung zu beschaffen. 1997 begann die Dachsanierung, die Sanierung der Dusch- und Toilettenräume, die Erneuerung der Wasseraufbereitung und der Glasfront. Die Fössebad-Betriebs GmbH hat aus eigener Kraft weitere Attraktivitätssteigerungen durchgeführt.

Aktuell zählt das Fössebad mit Hallenbad, Sauna und Freibad zwischen 110.000 und 125.000 Besucher pro Jahr.

2012 - Zukunftskonzept

Im Jahr 2012 wurde für die Analyse der Bäder-Situation in der Region Hannover die Deutsche Gesellschaft für das Bäderwesen seitens der Landeshauptstadt Hannover beauftragt. Für die Stadtverwaltung ist eine Überarbeitung der Betriebsführungskonzepte für die Ausbildung von Schwerpunkten an den einzelnen Standorten zum Abbau des Sanierungsstaus innerhalb der Liegenschaften und für eine langfristige finanzielle Sicherung der verschiedenen Bäder in Hannover zwingend notwendig. Bis zum Frühjahr 2013 soll der erste Entwurf dem Rat vorliegen.

Das Fössebad hat aus Eigeninitiative ein Zukunftskonzept entwickelt, das die herausragenden Potenziale des Fössebades in Linden und Limmer und für die verschiedenen Nutzergruppen aufzeigt. Die Gesellschaftervertreter und Geschäfstführung des Fössebades setzen sich als gemeinnütziger Träger für eine für alle gewinnbringende Umsetzung des Zukunftkonzeptes ein. Das Zukunfstkonzept wird am 23. September 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt und soll in das Gesamtgutachten der Stadt einfließen.

Der Förderverein

des Fössebades wurde am 06.12.2005 mit dem Zweck gegründet dafür zu sorgen, dass das Fössebad für die Öffentlichkeit, für Schulen und Vereine erhalten und attraktiv bleibt.